#LoveWritingChallenge – Die Blogparade für alle, die Schreiben lieben

Hallo Zusammen 🙂 Ich freue mich sehr, euch heute ein neues Projekt vorstellen zu dürfen. Denn gemeinsam mit meiner Freundin Kristin (@thewritingcat) hoste ich im Mai eine Blogparade zum Thema Schreiben – oder sollte ich eher sagen: eine Social Media Parade? Denn teilnehmen könnt ihr an der #LoveWritingChallenge nicht nur mit einem Blog, sondern auch über Instagram oder Facebook.

#LoveWritingChallenge BlogBanner1

Aber worum geht’s überhaupt?

Wir wollen unsere Liebe zum Schreiben mit euch teilen – und wir möchten ein bisschen was über eure Projekte erfahren. Denn Austausch fördert die Kreativität und macht einfach Spaß. Mehr Blogs und Social Media Accounts entdecken, neue Bücher finden, nette Autoren kennenlernen – das ist unser Ziel 🙂

Dafür haben wir uns Themenwochen überlegt. Jede Woche gibt es ein neues Thema und dazu 7 passende Unterthemen. In der ersten Woche – pünktlich zum 1.Mai – starten wir mit unseren Lieblingen: den Charakteren.

Wie und wo kannst Du an der #LoveWritingChallenge teilnehmen?

#LoveWritingChallenge1Ganz einfach: Such dir ein oder mehrere Themen der Challenge aus und poste einen Beitrag, ein Bild, ein Video oder was auch immer dir einfällt auf deinem Blog oder Social Media Kanal. Was genau du uns erzählst über deine Charaktere und deine Projekte bleibt dir überlassen. Du musst nicht zu jedem Tagesthema etwas berichten, wenn dir eins mal nicht zusagt oder du keine Zeit hast. Vielleicht machst du ja auch einen Sammelbeitrag über alle Themen bzw. allgemein zum Oberthema? Wir möchten da keine strengen Regeln oder Grenzen setzen 🙂

Wenn du einen Blogbeitrag schreibst, verlink zu diesem Beitrag und/oder hinterlasse einen Kommentar. Wenn du einen Post auf Instagram verfasst, tagge @thewritingcat oder @katie_kling_autorin. Auch Facebook kannst du mich mit @autorinkatiekling markieren. Nutze zusätzlich den Hashtag #LoveWritingChallenge. Ich würde gerne am Ende jeder Woche einen kleinen Sammelbeitrag verfassen – das klappt aber nur, wenn ich von euren Beiträgen erfahre 🙂

Wer kann bei der Challenge mitmachen?

Jeder, der gerne schreibt 🙂 Wirklich: jeder. Du musst keine fertige Geschichte oder gar ein veröffentlichtes Buch haben. Wenn du Ideen hast und wenn sie gerne zu Papier bringst – oder gerne zu Papier bringen würdest – bist du ganz herzlich eingeladen, mitzumachen. Wie gesagt: Wenn dir zu einem bestimmten Thema mal nichts einfällt – überspring es einfach. Vielleicht inspiriert es dich ja, durch die Beiträge der anderen zu stöbern? 🙂

Wenn du noch Fragen hast, schreib sie gerne in die Kommentare!

Bist du dabei?

 

Rezension: Katharina Wolf – Strike oder die Unwahrscheinlichkeit vom Blitz getroffen zu werden und die große Liebe zu finden

Dieses Buch fiel mir schon vor einer ganze Weile dank des tollen Covers und natürlich wegen des ungewöhnlichen Titels auf. Strike oder die Unwahrscheinlichkeit vom Blitz getroffen zu werden und die große Liebe zu finden ist ein Jugendbuch von Katharina Wolf und erschien 2016 im Amrûn Verlag.

Strike – Darum geht’s

Katharina Wolf Strike RezensionIn dem Roman geht es um die jugendliche Sophie, die in einem behüteten Elternhaus aufgewachsen und bisher ein recht normales Leben gelebt hat. Doch dann trifft sie auf Strike, der nicht nur auf der Straße lebt, sondern auch Geheimnisse mit sich herumträgt. Und gemeinsam erleben die beiden das Abenteuer ihres Lebens – und finden vielleicht auch die große Liebe…

Das Thema dieses Buches ist altbekannt und wird doch nie langweilig: arm trifft reicht, gutes Mädchen trifft vermeintlich bösen Jungen… – never stop a running system, und so ist es auch hier: die Geschichte funktioniert gut. Sie ist in gewissen Dingen sicherlich vorhersehbar, was aber definitiv nicht als Nachteil zu verstehen ist, denn an den richtigen Stellen punktet Strike mit interessanten Wendungen. Ich hatte jedenfalls nicht mit all dem gerechnet, was die beiden im Laufe der Geschichte erleben.

Katharina Wolfs Schreibstil ist flüssig, aber an manchen Stellen eher beschreibend als erzählend (was ich ihr nicht vorhalten kann, weil es bei mir oft genauso ist). Aus diesem Grund fiel es mir am Anfang etwas schwer, mich in Sophie hineinzuversetzen und ihre Faszination für Strike nachzuvollziehen. Der Anfang war für mich persönlich also etwas holprig, aber sobald die Geschichte an Fahrt aufnahm (… im wahrsten Sinne, haha), war ich vollkommen drin und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht 🙂 Und natürlich habe ich dann auch Sophie und Strike in mein Herz geschlossen.

Insgesamt war Strike oder die Unwahrscheinlichkeit vom Blitz getroffen zu werden und die große Liebe zu finden für mich ein sehr angenehmes Leseerlebnis, das ich insbesondere jetzt für die kommenden Sommertage empfehlen kann. Die perfekte Lektüre für entspannte Tage am Strand, Pool oder See 🙂

Strike kaufen

Lesung am 15.April in der Kaffeemacherei Medebach

Seit etwas mehr als 7 Monaten wohne ich nun in Berlin und auch davor habe ich schon die ein oder andere Stadt abegklappert. Aber meine Heimat wird immer das Sauerland bleiben – genauer gesagt: Medebach. Und weil ich über Ostern einen Heimatbesuch geplant habe, nutze ich die Gelegenheit, dort eine Lesung zu veranstalten.

Wo findet die Lesung statt?

Die Lesung findet in der Kaffeemacherei in Medebach statt. Diese ist zentral an der Oberstraße gelegen. Parkplätze sind auch ausreichend vorhanden. Die Kaffeemacherei bietet euch neben leckerem Kaffe natürlich auch Tee oder andere Getränke, ebenso wie Waffeln mit Vanilleeis. Das alleine ist doch schon ein guter Grund für einen Besuch, oder?

Lesung Kaffeemacherei Medebach
Die Kaffeemacherei in Medebach – http://kaffee-macherei.de/

Wann geht es los und wie lange dauert so eine Lesung?

Wir starten um 14 Uhr und die Veranstaltung ist für circa 2 Stunden angesetzt. Da ich bisher noch nie eine Lesung gehalten habe, habe ich keine Ahnung, wie das alles klappen wird. Natürlich werde ich nicht 2 Stunden lang lesen. Ich werde 4 bis 5 kurze Passagen aus „Barfuß durch die Nacht“ lesen und im Anschluss können die Gäste sehr gerne Fragen stellen oder Bücher signieren lassen. Oder wir quatschen einfach nur ein bisschen, ganz wie es sich ergibt.

Wer kann zur Lesung kommen?

Natürlich ist jeder, der sich für mein Buch interessiert, ganz herzlich zur Lesung eingeladen, egal ob jung oder alt, Mann oder Frau. Es ist auch nicht wichtig, dass ihr aus Medebach kommt – jeder ist hier gerne gesehen, auch Urlauber und Gäste. Wichtig ist nur, dass ihr euch vorher bei der Kaffeemacherei anmeldet – ein Anruf genügt. Denn das Café hat nicht unendlich viel Platz und wir wollen daher im Auge behalten, wie viele Leute kommen möchten.

Kann man bei der Lesung auch Bücher kaufen?

Ja, es wird einen Büchertisch geben, der von Bücher Beuse betreut wird. Auch dafür ist die Anmeldung wichtig, sodass wir abschätzen können, wie viele Bücher für die Lesung vorrätig sein sollten. Falls die Bücher doch ausgehen, kann natürlich problemlos bestellt werden – oder ihr geht zu Hause in die Buchhandlung, den Verlagsshop oder einen anderen Online Shop eurer Wahl und bestellt dort. Sehr gerne könnt ihr euch auch an mich wenden, wenn ihr eine signierte Ausgabe eures Exemplars haben möchtet.

Ich hoffe, wir sehen uns nächsten Samstag. Wenn ihr Fragen habt, schreibt mir einfach in die Kommentare, bei Facebook oder per Mail an hallo@katie-kling.de

Rezension: Jennifer Benkau – Es war einmal Aleppo

Es war einmal Aleppo ist ein Jugendroman von Jennifer Benkau, der im Dezember 2016 gemeinsam mit den Ink Rebels veröffentlicht wurde. Die Taschenbücher werden mittlerweile vom Amrûn Verlag gedruckt und vertrieben.

Es war einmal Aleppo – Inhalt

Es war einmal Aleppo Jennifer BenkauDie Geschichte spielt im Sommer 2015, als viele Flüchtlinge nach Deutschland kommen. So auch in den Heimatort der 16-jährigen Antonia. Direkt gegenüber ihres Elternhauses wird in einem alten Tennisclub eine Unterkunft für Flüchtlinge eingerichtet. Und alle sind skeptisch: Muss das denn wirklich direkt hier in der Wohnsiedlung sein? Nur Tonis beste Freundin Fee sieht das anders. Sie hilft ehrenamtlich in dem Heim – und nimmt Toni einfach mit. So trifft Toni auf Shirvan und erfährt mehr über sein Leben, den Krieg in Syrien und die Flucht…

Thema sind dabei die Vorurteile, die viele Menschen hierzulande gegenüber Geflüchteten haben aufgrund der Unterschiede in Religion und Kultur. Das Buch greift die realen Konflikte unserer Gesellschaft auf und projiziert sie auf Tonis Familie und Nachbarschaft.

So hat mir das Buch gefallen

Inhaltlich hat mich das Buch sehr schnell gefesselt und berührt. Ich denke jeder in Deutschland kann sich auf irgendeine Art und Weise in Toni hineinversetzen, egal ob man selbst Kontakt zu Flüchtlingen hatte oder das Thema nur über Nachrichten oder Bekannte verfolgt hat. Tonis Konflikte sind nachvollziehbar, sowohl die inneren, als auch die, die sie mit Menschen um sich herum hat. Der Leser wird zügig in die Geschichte eingeführt und quasi wie Toni vor vollendete Tatsachen gestellt. Und gemeinsam mit Toni entwickelt man auch als Leser neue Gedanken, neue Ansichten und lernt viel dazu – so ging es zumindest mir.

„Was absolut alle vergessen“, seine Stimme wird leider, „ist, was die Menschen wollen, die in Syrien leben. Die Christen und Muslime und Armenier und Chinesen. Scharfschützen, Giftgas, Bomben und Raketen können sie nicht aufhalten. Sie demonstrieren bis heute für Freihit, Frieden und Demokratie. Sie träumen davon. Und wer begreift, dass Syrien nach fünf Jahren Krieg zu zersplittert ist, um diese Träume zu erfüllen, der flieht, solange er noch kann. Tote, Hoffnungslose und Träume bleiben zurück.“ (S.180)

Der Kontakt zwischen Toni und Shirvan wird sehr schnell sehr intensiv, was mich aufgrund von Tonis Vorbehalten etwas skeptisch machte, aber absolut nicht aus dem Lesefluss brachte. Im Gegenteil: so lernt man auch als Leser Shirvan sehr schnell kennen und schließt ihn ins Herz.

Zum Teil wirkten die Argumente derjenigen, die gegen das Flüchtlingsheim sind, sehr plakativ und populistisch – andererseits sind das eben auch genau die Dinge, die man in sozialen Medien liest oder andernorts vernimmt. Hier eben zugespitzt dargestellt, aber nicht aus der Luft gegriffen.

Dank der flott erzählten Handlung wird das Buch an keiner Stelle uninteressant. Es packte mich auf allen Gefühlsebenen und ließ mich schon nach den ersten Seiten nicht mehr los. Nach jedem Kapitel wollte ich wissen, wie es weitergeht – wie Toni sich entwickelt, was Shirvan zu erzählen hat und was mit allen den anderen Menschen um die beiden herum passiert. Und über allem schwebte natürlich immer die Frage: Werden Toni und Shirvan sich verlieben? Und wenn ja: werden sie auch zueinander finden? Und das ist das Schöne an besonders toll geschriebenen Jugendbüchern: mit den Protagonistin gemeinsam die Aufregung zu spüren, das Bauchkribbeln, die Angst, den Frust und vielleicht am Ende die große Liebe.

Jennifer Benkau überzeugt auch durch ihre Sprache und ihren Stil

Durch ihre Sprache schafft es Autorin Jennifer Benkau, dieser Geschichte Leben und Gefühl einzuhauchen. Es war einmal Aleppo ist aus Tonis Sicht geschrieben und so liest es sich auch: locker, jugendlich, verständlich ohne jemals zu gezwungen oder einfältig zu wirken. So schafft sie es mühelos, dass auch erwachsene Leser von diesem Roman begeistert werden können. Sehr gut bringt Jennifer Benkau die Unterschiede der deutschen und der arabischen Sprache zur Geltung. Jede Figur im Buch hat ihre eigene Stimme, um ihr Charakter zu verleihen.

Mein Fazit

Es war einmal Aleppo ist kein Buch wie jedes andere. Es ist ein Buch, das mich zutiefst berührt hat. Es hat mich zum Weinen gebracht (mehrmals), es hat mich nahe an Wut und Verzweiflung getrieben, und gleichzeitig hat es mir so oft ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Ich habe viel gelernt durch dieses Buch – über die Situation von Flüchtlingen, über Syrien und vor allem, sich für die Menschlichkeit einzusetzen.

Natürlich hat Jennifer Benkaus Buch eine moralische Aussage, aber es geht hier nicht um Schönrederei. Es geht um etwas viel wichtigeres: nämlich darum, Menschen zuzuhören, sie kennenzulernen und nicht vorschnell über sie zu urteilen, egal, wo sie herkommen, wie sie aussehen oder welcher Religion sie angehören. Ich finde, jeder sollte dieses Buch lesen.

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